
Im Alter von zehn Wochen sind die
Grossen Schweizer Sennenhunde „herzig“, ihre Streiche tollpatschig und die
spielerischen Bisse in Hosen und Beine verschmerzbar. Aber Achtung: Jetzt muss
von den Besitzerinnen und Besitzern die Förderung und Erziehung der Tiere
begonnen werden - und zwar sofort. Konsequenz ist gefragt, zu Hause wie
unterwegs, damit nicht später die Kinder brüllen, wenn ihr Freund beim Spiel zu
grob mit ihnen umgeht, die Jogger fluchen, wenn sie verfolgt werden und Katzen
sich nur mühsam auf den nächsten Baum retten können...
Der Welpe
muss lernen, was er darf und was nicht. Am besten erkundigen Sie sich
schon vor dem Kauf, wo in der Umgebung Welpenspielstunden angeboten werden und
melden sich an. Dort lernt der kleine Hund ein artgerechtes Verhaltensrepertoire
zu dem Sicherheit im Umgang mit Menschen, Artgenossen, Dingen und Geräuschen
gehört. Adressen von Hundeschulen mit Welpenspielstunden finden sich auf der
SKG
Homepage.
Der fliessende
Übergang von der Welpenspielstunde (bis zur 16. Woche) zum Junghundekurs und
später in die Familienhundegruppe ist nur zu empfehlen: Die spielerischen
Übungen machen Mensch und Hund Spass. Zudem lernt man, erzieherische Fehler zu
vermeiden, erhält individuelle Tips von Fachleuten und umschifft problemlos
allfällige pubertäre Eigenwilligkeiten des Hundes.

Nehmen Sie Ihren Hund von Anfang an überall mit: ins Restaurant, in die
Eisenbahn, auf den Jahrmarkt etc. So gewöhnt er sich an die alltäglichen
Anforderungen und wird zum problemlosen Familien-Mitglied.
Unser Klubmitglied Toni Crimi und Verhaltensrichter an unseren Ankörungen bietet Ihnen die Möglichkeit von Erziehungskursen mit einem speziellen Verständnis für Grosse Schweizer Sennenhunde, auch bei Problemfällen. Die Kurse finden jeweils jeden Samstag ab 16:30 auf dem Hundesportplatz KVO in 4452 Itingen statt. Es werden laufend Erziehungs- und Sozialisierungskurse angeboten.
Weitere Auskünfte direkt
bei Toni Crimi
Schönenbergweg 9
4452 Itingen
Tel: 061 971 40 45 / Fax: 061 971 40 45
Kontaktformular
Die lebensgefährliche Magendrehung
Eine der von
Hundebesitzern am meisten gefürchteten Krankheiten ist die Magendrehung. Diese
tritt sehr plötzlich auf und führt leider oft zum Tod, weil sie nicht
rechtzeitig erkannt und behandelt wird.
Grosse Hunde sind gefährdet
Von einer Magendrehung besonders betroffen sind grosse und sehr grosse und
„bindegewebsschwache“ Rassen, unter anderen auch die Grossen Schweizer
Sennenhunde, vermehrt im Alter ab fünf Jahren. Rüden sind anfälliger als
Hündinnen und die Vererbbarkeit ist inzwischen erwiesen. Hatten die Hundeeltern
Probleme mit einer Magendrehung, ist es wahrscheinlicher, dass auch der
Nachwuchs daran erkrankt.
Symptome
Der Hund ist
unruhig. Er steht auf, legt sich hin, steht wieder auf. Er hechelt, speichelt,
versucht zu erbrechen, kann aber nur würgen. Der Bauch ist aufgeblasen, wie eine
Trommel. Die Extremitäten sind kalt, der Puls schwach und die Schleimhäute
blass. Jetzt ist höchste Zeit, den nächstgelegenen Tierarzt telefonisch zu
informieren, damit er eine Notoperation vorbereiten kann, den Hund ins Auto zu
packen und zu hoffen, dass es nicht schon zu spät ist. Denn diese Anzeichen
deuten stark auf die gefürchtete Magendrehung hin, die innerhalb von zwei bis
drei Stunden zum Tod führen kann.
Was passiert bei einer Magendrehung? Der quer liegende Hundemagen ist
hauptsächlich an zwei Stellen, links- und rechtsseitig im Bauchraum, befestigt.
Dreht sich der Magen um die Längsachse, sind der Ein- und Ausgang plötzlich
versperrt. Das Futter im Magen gärt und bildet Gase, die weder über den Darm,
noch durch die Speiseröhre entweichen können. Ebenfalls sind wichtige
Blutgefässe abgeschnürt oder durch das aufgeblähte Organ gequetscht, so dass der
Kreislauf bald einmal zusammenbricht und akute Lebensgefahr besteht. Um den Hund
noch retten zu können, muss der Tierarzt den Bauch aufschneiden und den Magen
wieder in seine ursprüngliche Position zurückdrehen, entleeren und chirurgisch
fixieren, um einem Rückfall vorzubeugen.
Die Fütterung spielt bei der Magendrehung ebenfalls eine Rolle. So müssen grosse
Futtermengen auf einmal vermieden werden. Auch hastiges Herunterschlingen
begünstigt eine Torsion des Magens. Wissenschaftlich widerlegt ist, dass die
Magendrehung nur beim Herumtoben unmittelbar nach der Fütterung auftritt. Sie
kann leider auch während der Ruhephase – zum Beispiel nachts – bei leerem Magen
entstehen.
Wie
vorbeugen?
Die tägliche Futterration muss auf mindestens zwei Mahlzeiten (am Vormittag bis
in den früheren Nachmittag, vorteilhaft nicht am Abend) verteilt werden, so dass
der Hund nie längere Futterpausen hat. Auch sollte dem Herunterschlingen
entgegengewirkt werden, indem die Futterschüssel nicht erhöht steht, das
Trockenfutter nicht mit zu viel Wasser aufgeweicht wird und dessen Fettanteil
sowie die Zitronensäure nicht zu hoch sind. Rohfutter scheint der Magendrehung
entgegen zu wirken, gibt es doch bei dieser Fütterungsart kaum entsprechende
Krankheitsfälle.
Die Hunde nach dem Essen und Trinken von viel Flüssigkeit etwas ruhen zu lassen
ist sicher auch nicht falsch. Auch wenn ein Zusammenhang inzwischen
wissenschaftlich widerlegt ist.
Hier
finden Sie Nützliches rund um unsere Hunde. Lesenswerte
Berichte, aber auch Tipps und Hinweise von Besitzern werden hier
veröffentlicht. Diese Rubrik kann auch als Flohmarkt verwendet
werden.
Infos bitte an Matthias Jaeggy Telefon 079 816 45 81 oder per
Mail an:
matthias.jaeggy@bluewin.ch
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Hüteplätze für Grosse Schweizer Sennenhunde
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Schweizerische Vereinigung
für Kleintiermedizin |